Bestattung und Beisetzung entscheiden

Die drei meist gewählten: Erdbestattung und Feuerbestattung auf dem Friedhof sowie Seebestattung

Wer den Tod zu Lebenszeiten tabuisiert, konfrontiert seine Angehörigen nach dem Todesfall mit Entscheidungen, die nicht immer leicht sind. Es geht hier bspw. um die Entscheidung für eine Erdbestattung oder einer Feuerbestattung. Ort und Art der Bestattung richten sich grundsätzlich nach dem letzten Willen des Verstorbenen. Dieser Wunsch muss allerdings in Form einer letztwilligen Verfügung oder besser einer Bestattungsvorsorge dokumentiert sein. Fehlt diese entsprechende schriftliche Erklärung, entscheiden die Angehörigen oder bei Alleinstehenden das Sozialamt über die Bestattung und auch weitere Bestandteile wie die Trauerfeier.

Im Laufe der Zeit sind zur Beisetzung auf dem Friedhof viele alternative Bestattungsformen bei der Feuerbestattung dazu gekommen. Bei der Erdbestattung bestehen diese Möglichkeiten nicht.
Nach dem Tod wird der menschliche Körper in einem Sarg der Erde übergeben, dann handelt es sich um eine Erdbestattung oder Beerdigung. Für viele Trauernde sind Gräber auf Friedhöfen wichtige Orte der Trauer, zu denen sie zurückkehren konnten, um sich an den Verstorbenen zu erinnern. In Deutschland besteht nicht nur bei einer Erdbestattung, sondern auch bei einer Feuerbestattung, eine Besetzungspflicht, also für Sarg oder Urne. Beigesetzt wird auf dem Friedhof in einem Wahlgrab, einem Reihengrab oder anonymen Grab. Für Feuerbestattungen gibt es auch noch Kolumbarien, Urnenwiesen mit gemeinsamer Gedenktafel oder namenlosen Urnenfelder.
Bei der Feuerbestattung wird der Körper in einem Sarg in einem Krematorium dem Feuer übergeben. Die Einäscherung wurde bereits im Altertum bei Griechen und Römern praktiziert, jedoch im Zuge der Verbreitung des Christentums untersagt. Erst seit dem 20. Jahrhundert hat sich die Feuerbestattung wieder zunehmend verbreitet. Die Identität des Verstorbenen wird bei der Einäscherung gewahrt, indem dem Sarg eine mit einer Nummer versehene Schamottmarke beigelegt wird, die nach der Kremation mit der Asche zusammen in der Aschenkapsel und Urne beigesetzt wird.

Nach der Feuerbestattung können Sie die Urne auf der See oder unter Bäumen beisetzen lassen. Sie können die Asche in den Weltraum bringen oder zu einem Diamanten verarbeiten lassen. Bei der Seebestattung wird die Asche in einer biologisch abbaubaren Spezialurne, die sich im Wasser vollkommen auflöst, von einem Schiff aus ins Meer gelassen. Die Angehörigen, die diese Zeremonie auf See begleiten können, erhalten eine Seekarte mit der genauen Angabe des Beisetzungsortes. Die Reederein, die Seebestattungen ausrichten, bieten einmal im Jahr an verschiedenen Orten Erinnerungsgedenkfahrten an. Bei der Baumbestattung oder Waldbestattung wird die Urne in einem ausgewiesenen Waldstück z.B. dem Ruheforst oder unberührtem Teilstück eines Friedhofs an den Wurzeln des ausgesuchten Baumes bestattet. Blumen sind hier teilweise nicht erlaubt, da die Natur unberührt bleiben soll. Wie eine Diamantbestattung durchgeführt wird, haben wir Ihnen gesondert beschrieben.

Gerade bei ungewöhnlichen Bestattungen ist es wichtig, seinen Wunsch rechtzeitig zu Lebzeiten in einer Vorsorge festzuhalten.